Bild: Bassmann
Datum
Bassmann, aufbereitetes Videoframe , Zülpich 2023
Die Vorlage für Bassmann ist ein Videoframe aus einer Performance. Mittels vectografischer Mittel konnte das frame von der damaligen üblichen Auflösung von 720px x 576px auf ein quadratisches Format von über 11000px vergrößert werden. Allerdings kann ich erst nach einem Probedruck zur Qualität sagen. Das weiterentwickelte Skalierungsverfahren hat beeindruckende Ergebnisse auf dem Monitor, doch die Printerei hat oft so einige Überraschungen auf Lager. Ich werde es bald wissen.
Vorgesehen ist die Bildkomposition für Schriftzüge links neben der Gestalt. Die manigfaltig durchkonjugierten Weißtöne machen das Bild auf eine skurile Art lebendig und phantasieanregend .
Print: Wassabass
Datum
Vectorgrafik
Wassabass Köln 1996, Acryllack auf Leinwand, 139cm x 79cm
Satte, verspielte Farbtonflächen, scharf voneinander getrennt, ähnlich einem Siebdruck, machen diese auf Holzrahmen aufgezogene Leinwand zu einer eindrucksvollen Arbeit. Die Vorlage stammt aus einem Videoframe einer Performance, in der ich Wasser über den Projektor mittels einer kleinen Pumpe fließen ließ und damit den Hintergrund für den Bassisten Ralf Hemmers gestaltete.
1996 ergab sich für mich die Möglichkeit Prints in einem besonderen Verfahren mit uv-Licht aushärtenden Acrylfarben erstellen zu lassen. Das Angebot bekam ich bereits ein Jahr zuvor, doch war ich sehr skeptisch. Der Farbauftrag war richtig schön dick, keine Emulsion auf der Leinwand, die die Farbe halten sollte, sondern direkt auf die grundierte Leinwand. Deshalb ließ ich mir 3 Probeprints mitgeben, die ich auf meinem Grundstück verteilt befestigte, so dass sie jedem Wetter ausgesetzt waren, Regen, Schnee, brennende Sonne. Etwa die Hälfte der Leinwand klebte ich ab um später den Unterschied zu sehen. So gingen 2 Winter, davon einer richtig heftig und ein ebenso heißer Sommer über die Proben. Nachdem ich die Leinwände von den Abdeckungen befreit und sie gereinigt hatte, staunte ich sehr, denn es gab keinen Unterschied.Die Farben leuchteten wie am ersten Tag. Das gab den Startschuß für eine Serie verschiedener Formate von Vectorprints, von denen dies hier einer der ersten war. Zwar wurde mir mit dem Angebot ein besonderer sorgfältiger Service angediehen, doch zahlen musste ich auch wie jeder andere und das nicht zu knapp.
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Skizze: Wir müssen reden
Datum
Lightpaintingperformance Vorbereitungsskizze
Staatsgewalt, Aquarellstift auf Pergament, ca 60cm x 40 cm, Köln 1991
Wer zuschlägt will nicht reden!
Es kam mir darauf an möglichst schnell und treffsicher für den unbedarften Zuschauer erkennbare Bilder zu entwerfen, die in ihrer Abfolge zusammenhängende Ereignisse visualisieren. Das ungewöhnliche Material, ein Pergamentbogen, wurde von mir getestet, ob die Art und Weise der Malerei später ähnlich auf dem Overheadprojektor übertragbar sein würde. Das Bild sollte live in weniger als einer Minute entstehen.
Diese Skizze ist nur eine von vielen auf unterschiedlichen Materialien. Mit der Beschäftigung meines Bildentwurfes wurde ich mir über die Farbwahl, der benötigten Pinsel und Utensilien und über den Bildaufbau klarer.
Zur Vorbereitung der Performance „High Heel Bombs, Projektionen gegen Hallentore“ auf dem ehemaligen Bundesbahnausbesserunswerk in Köln versuchte ich Möglichkeiten zu finden Skizzen zu entwerfen mit günstigeren Materialien, die eine ähnliche Malweise boten, wie die Malerei auf den Projektorfolien mit der eigens hergestellten und damals noch ziemlich teuren Projektorfarbe.
Es war die erste öffentliche Lightpaintingperformance seit meinem Gastauftritt in der Arena in Wien, in der ich noch mit wasserlöslichen Filzstiften und Eddings getaggt habe und dabei lichtdurchlässige Gegenstände auf den Projektor legte.
In dieser Performance sollte eine Abfolge von live gemalten Bildern auf 4 Hallentore mit 4 Projektoren und verstärkter Umgebungsgeräuche mittels Richtmikrofon und eingespielten Samples von Salvatore Accaputo eine zusammenhängende Botschaft übermitteln. Dafür hatte ich Farben entwickelt auf wasserlöslicher Basis, die weitgehend geruchslos waren.







