Bachinterpretation von Markus Goecke

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Markus Goecke, Kantonist von St. Michael in Euskirchen und bekannt durch zahlreiche Kirchenevents mit experimentellen und klassischen Programmen, gab im Livingroom 2007 in der alten kölner Feuerwache eine interessante Bachinterpretation auf einem Synthesizer.

Bedauerlicherweise konnten wir keine Videoaufnahmen machen und zeigen zu dieser O-Ton Audioaufnahme Bilder der gleichzeitig performten Lightpaintings und Fotos.




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Das Urteil

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Zum Kafkajahr 2012



Musik: Matthias Wieneke, Eric Olsowski

Zum damals anstehenden Kafkajahr wollten wir als Gruppe eine Performance zur Novelle „Das Urteil“ erschaffen. Es war der Versuch mittels Internet virtuell zusammen zu kommen, denn wir hatten nicht die Möglichkeit uns in einem Ort zu treffen. Daran scheiterte das Projekt dann auch. Die Kontinuität kam nicht zustande, ein Arbeiten „wie es einem die Zeit erlaubt“ führte ins Leere, der Input fehlte um aus der Wildnis der Möglichkeiten treffsicher auszuwählen und das ganze wachsen zu lassen.


Musikalisch ist es meiner Meinung nach schon gelungen. Die Musiker trafen sich kurzerhand zu Proben und entwickelten zu den Szenen der Novelle sehr interessante Klangfarben und Rhythmen, lebendige und dramatische Arrangements.

Der Künstler, alleine in seinem Atelier, haderte mit seinen Bildern, verwarf scheinbar mehr als er erschaffte und war, abgekoppelt vom kreativen Boost der Musiker, nicht in der Lage dem kafkaschen Spannungsbogen über die gesamte Novelle, obgleich ihm die Musik zugänglich war, zu folgen. Es blieb somit Stückwerk und dennoch ist es nicht uninteressant. Schauen sie es sich an und entscheiden Sie selbst.




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Performance Bedizano

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Kamera-in Film von 1995, Kirchplatz von Bedizano, Norditalien


Info



Ein interessantes Event mit Kulturgut e.V. aus Bochum in der bergigen Marmorlandschaft Norditaliens. Mir wurde sogar das Marktplatzlicht ausgestellt. Mehrere Wochen verbrachten Schauspieler, Künstler und Kameraleute in dieser wild erhalten gebliebenen Gegend, die nur vereinzelt von kleinen Dörfern, oder von Abbaugebieten für den weißen Marmor durchbrochen wurde.

Es war eine spontane Performance und ich wußte eigentlich nicht, was ich denn machen sollte, aber das ist ja gerade das spannende an dieser Art des Actionpaintings. Ich habe das Material stark gekürzt, weil es bildhaft kaum den Zauber wieder gibt, den die Musiker und die Kirchenbemalung entstehen ließen. Der Anfang, die Stimmung und das Ende habe ich herausgeschnitten und in diesem kurzen Video zusammengefügt.

Die Arbeit erzählt von Niedertracht, aber nicht nur beim Menschen, einer verschwenderischen Natur, einem zürnenden Gottvater und einem am Kreuz sterbenden Jesus. Die Auferstehung, die eigentliche Botschaft, kam nicht mehr herüber, die Musiker, viele davon machten dieses freie Spiel zum ersten mal mit, merkten und verstanden den Sinn nicht, sie spielten und spielten, ohne wirklich auf das Thema einzugehen, dass sich ja spontan bis zur Kreuzigung entwickelt hatte. Schade, aber stellenweise – und so ist das oft bei freier Musik und freier Malerei – war es erstklassig, wie wir hier gemeinsam und spontan zusammenspielten. Es war sozusagen einer der Vorläufer des später in Köln inszenierten Livingrooms.




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