Folie: Rising Heart

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Livingroom 4

Projektionsfolir Rising Heart
Rising Heart, Projektionsfolie laminiert, DIN A4, Köln 2007

Livingroom 4 war einer der produktivsten öffentlichen Proben, in der zu Overheadprojektor-Performances Künstler anderer „Branchen“ das Zusammenspiel versuchten. Es kam zu häufigen Gruppenauftritten von Musikern der freien Musik und es zeigte sich, dass in solchen Formaten die Projektionen lichter sein sollten um den Protagonisten mehr eigene Bewegungsspiel-Möglichkeiten zu lassen.

Diese Folie ist das letzte projezierte Bild zu einer dieser Gruppen-Proben, konnte eintrocknen und wurde in eine hochtransparente Folientasche laminiert. Es zeigt einen sparsamen Farbemulsionsauftrag, der durch eine am Horizont aufgehende, herzförmige Figur pointiert wird.
Durch diesen Bildaufbau entsteht der Eindruck eines zerklüfteten Hohlwegs mit Fluchtpunkt zu dem Herzen, das wie eine rote aufgehende Sonne den Tag einzuläuten scheint.

Die scharfkantige Projektion des Herzens ist ein vorher ausgeschnittenes, bemaltes Folienstück, das mit einer geschickten Bewegung hinzu geführt und mit einem langen Stiel in die „rising-up“ Position geschoben wird.

Das bewegte Bild entsteht nun, indem ein wenig Ocker- und Blauton auf die Projektoroberfläche gegeben wird, mit einem kleinen Spachtel, oder, so wie ich es mache, mit einem MDF-Klötzchen, die Farbemulsionen mit Zeichnung zusammengebracht, nicht etwa vermatscht, werden und sobald die Zeichnung stimmig geworden ist, die Unterseite des Projektorkopfes mit einer Hand partiell abgedunkelt wird, mit der anderen das Herz hinein drappiert und mit dem griffbereiten Stiel an seine Position verschoben wird, wobei die Hand an der Unterseite des Projektorkopfes sich absenkt und langsam ganz aus dem Bild genommen wird. Es entsteht dadurch eine dunkele bis dämmrige Landschaft, die mit Hinzufügung der Herz-Sonne und ihrer rising-up Bewegung in strahlendem Licht erstrahlt.

Der Handschatten unter dem Projektorkopf ist diffus und wird nicht als scharfer Handschatten auf der Projektion sichtbar sein. Vielmehr „umspült“ das Licht die Hand und erzeugt als Projektion schwarze bis dämmrige Bereiche in denen hier und da farbige Zeichnung aufblitzt – wie etwa bei einer Vollmondnacht.





Abdruck: Prozession

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Performance Descamisados

prozession Projektorabdruck
Prozession, Projektorabdruck performance Descamisados, Projektorfarben auf Karton, ca 32cm x 48cm

Descamisados war eine meiner ersten in einer Austellung dargebotenen Bilderfolgen Projektionsperformances. Dieses Schlussbild zeigt einen Prozessionszug, den ich aus verschiedenen Perspektiven herstellte, indem ich das Bild geringfügig veränderte. Das letzte Bild dieser Performance deckte ich mit einem Aquarellblock ab und konnte es so konservieren.

Die Projektorfarben sind nicht lichtecht und verändern sich, wenn sie lange dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Die Projektionsabdrücke benötigen deshalb Glasrahmen mit UV-Schutz.





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Skizze: Bar in Toulouse

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Aquarell

Bar, Aquarell mit Stift
Bar in Toulouse, Aquarell mit Stift, Berlin 1979

Für Kunstprojekte mit Kindern überlegte ich mir immer wieder neue Ansätze, die einfach, ohne großartige Vorarbeit, umzusetzen sind. Diese Technik verbindet das Pinselmalen mit Stiftzeichnen. Die Aquarellstifte machten es möglich.

Es wird ein erster Wash (Bemalungsvorgang) für den Hintergrund in ganz zarten Farben entworfen. In einem 2. Wash werden die schattigen, dunklen Partien eingetragen. Der letzte Schritt besteht im Hervorheben von Details und zusammenfügen von Flächen durch den Aquarellzeichenstift.

Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass der Malvorgang, der durch die „bedrückende“ Herrschaft von Weiß des Blattes oft gehemmt wird, relativ schnell und locker beendet wird, das Blatt also relativ schnell eine Farb- und Formgebung bekommt, wobei der Schüler nichts „falsch“ machen kann. Mit dem Stift können nun Bereiche eingehegt werden, deren Farbgebung über gedachte Grenzen hinaus vorgedrungen sind.

Dieses Blatt entstand als Themenvorschlag „in einer Bar“ von 11jährigen Schülern innerhalb von 10 Minuten vor ihren Augen, während dessen ich ihnen etwas über Paceko, einem Hund erzählte. Die Neugier, dies jetzt selbst auszuprobieren, war enorm, sogar bei einem eher abwesend wirkenden autistischen Kind. Wichtig war ihnen, dass man erkennt, was sie gemalt hatten. Durch die Stiftzeichnung wurde das aber leicht gemacht. Jeder Schüler hatte eine Geschichte zu seinem Bild zu erzählen.





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