Skizze: Schuss

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Aquarellskizze

Aquarellskizze Thema Durchschuss
Getroffen, Aquarellskizze, 10cm x 6 cm, Nideggen 1999

Herausgetrennt aus einem Richscribble als Vorlage und Idee für ein Aquarell zum Thema Verletzungen.

Richscribbles sind Blätter in Mischtechniken, zumeist Zeichnungen und dünnflüssige, schnelle Farben, die die Darstellung von Ideen ausprobieren. Gelungene Bereiche dienen als Skizzenvorlage für eine Weiterverarbeitung und werden von mir oft herausgetrennt, das Richscrbble somit zerschnitten, wie in dieser Kleinserie.

Die ausgeschwemmten Aquarellpigmente bilden feine Linien und Umrisse eines Wesens, das durchschossen wird.

Bewegung bewegend darzustellen, ohne in comikhafte Bildsprache zu verfallen, ist in dieser Spontanskizze gut ausgedrückt, aber eine Wiederholung mit ähnlichem Elan auf größerem Bogen, hatte auch nach mehreren Anläufen keine guten Ergebnisse hervorgebracht.

Das lag auch an den verwendeten Papiersorten, wie beispielsweise diesem, ein sehr dünnes, von seiner Qualität eher mittelklassiges Aquarellblatt, auf Graupappe verklebt. Selbst als Übungsmaterial war es für Gouachen und Aquarellfarben nicht gut geeignet, vielleicht eher für Tinten. Abgesehen davon ist es schwierig in einem ähnlichen Duktus vergrößernd Eigenschaften nachzuempfinden, die nur auf Grund der Besonderheiten des Wassermoleküls und des darin enthaltenem Farbpigments im Kleinformat so besonders hervorstechen. Natürlich lässt sich das in einer Sissyphusarbeit vergrößernd umsetzen.

Das Ziel dieser Skizze sollte nicht die sich selbst versklavende Pinselkopie werden, sondern ein ebenso locker und freies Wirken auf großem Bogen, wie es sich in der Skizze selbst darstellt.





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Tk: aufgeregt

Datum

Taschenkunst

Taschenkunst zur Unterstützung einer gewaltfreien Kommunikation
aufgeregt, Taschenkunst einlaminiert, 86mm x 54 mm, Auflage 4, Zülpich 2014

Meinungsverschiedenheiten machen Diskussionen erst lebendig. Bedauerlicherweise erfahren wir in unserer Schulzeit keine effektive Streitkultur, obwohl sich alle landesstaatlichen Institutionen dies gerne auf die Fahne schreiben. Ganz im Gegenteil entsteht durch die jahrelange Schulung vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen eine Kultur der ständigen Bewertung und das ist kein Wunder. In unsereren derzeitigen Bildungseinrichtungen gehört es zur Arbeit des Lehrers ständig zu bewerten und genau das lernen Kinder durch Nachahmung natürlich besonders intensiv, es gräbt sich quasi in die neuronalen Netzwerke des noch jungen Gehirns und verankert sich dort zeitlebens. Bewertungskommunikationen führen schneller zu Abwertungen als man es vielleicht gemeint hat. Aus den so entstandenen Verletzungen des Rezipenten kann sich der weitere Verlauf lawinenartig zu einem Konflikt ausdehnen. Doch aus dieser Schleife kann man heraustreten indem man darauf achtet, welche Vokabeln benutzt und wie sie toniert werden.

Diese kleinen Taschenkunstkärtchen unterstützen Sie dabei Worte zu verwenden, die echtes, wahrhaftiges Gefühl ausdrücken und damit der unwillentlichen Verletzung des Gegenübers vorbeugen. Denn wenn Sie derart achtsam von Ihren Gefühlen sprechen, ist eine Verletzung ausgeschlossen und von den eigenen Gefühlen zu sprechen ist nie falsch, es ist immer richtig, herzlich und menschlich.





Das Urteil von Kafka

Datum

Projektarbeit
Dunkelraum 2012, 30cm x 40cm, Acryl auf Papier




Zum Kafkajahr 2012



Musik: Matthias Wieneke, Eric Olsowski

Für das Kafka-Jahr 2012 arbeitete mein Bruder Eric Olsowski und Matthias Wieneke ein Stück zu der Novelle Das Urteil, english The judgement, von 1912, aus. Sie sendeten es mir zu und waren gespannt, was ich mit meinen Overheadprojektoren daraus machen würde. Nach einem guten Anfang blieb das Projekt jedoch unvollendet. Durch einen Unfall musste ich zunächst pausieren und auf einmal war das Kafkajahr 2012 auch schon vorbei. Bis auf das Arrangement der Musiker und einige Probeaufnahmen von mir ist davon nichts übrig geblieben.





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