Skizze: Grassbeisser 15
Datum
Aquarellskizze
Grasbeisser 15, Aquarell auf Papier, 44cm x 70cm, Frechen 1988
Ein großes käuendes Maul aus der Froschperspektive, so als ob man selbst mit gesenktem Kopf „weiden“ würde. Im Hintergrund ein Weibchen, den Arsch hoch um „Deckungsbereitschaft“ zu signalisieren. Menschen, die gehalten werden wie Tiere.
„Sowas perverses gibt`s doch nicht“
Irrtum. Sehr schön und unterhaltsam wurde das Thema ausgearbeitet in dem Kinofilm Django Unchained von Regisseur Robert Rodriguez. Was damals möglich war mit Menschen zu veranstalten, wäre heutzutage noch viel einfacher zu bewerkstelligen.
Das Bild gehört zum Themenkreis Descamisados, eine Skizzenserie zu einer Bilderfolge, die in einer Overheadprojektorperformance präsentiert werden sollte. Es ist ein Warnung für die Zujunft.
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Skizze: Schwadron
Datum
Systemische Malerei
Schwadron, Düren 1996, Aquarell auf Papier
Nein, ich bin weder Militärfetichist, noch Rumtata-Paradenliebhaber. Von Zeit zur Zeit beschäftige ich mich mit systemischer Malerei und dafür sind Gestalten in Reih und Glied einfach nur ein dankbares Motiv. Üblicherweise gestalte ich meine systemische Malerei abstrakter, aber manchmal nutze ich auch Realmotive mit Strukturwiederholungen.
Aber was ist denn überhaupt systemische Malerei?
Haben Sie schon mal einem Tintenstrahldrucker zuschauen können?, normalerweise sind Homeoffice-Drucker so geschlossen gebaut, dass man kaum etwas von dem Vorgang sieht, es sei denn bei Papierstau, wenn sie eine halbfertig gedruckte Seite herausziehen müssen. Dann sehen Sie, dass der Druck magentafarben, cyan- oder gelbfarben ist, denn der Tintenstrahler druckt bzw. „bubbelt“ feine Punkttröpfchen auf das Blatt, zuerst in der einen Farbe, darüber dann die nächste. Das macht er 4mal, falls Sie einen Drucker haben, der mit Schwarz als Extrafarbe einen zusätzlichen Durchgang macht. Auf Grund dieser Technik nennt man diese Farben auch Prozessfarben. Damit und mit dem weißen Untergrund des Papieres und in manchen Druckern dem zusätzlichen Schwarz werden alle Farben „hergestellt“ – ja, in Anführungszeichen, da tatsächlich nur diese wenigen Farben abgegeben werden und unsere visuelle Wahrnehmung daraus dann die Mischung macht. Dabei ist die Auflösung, also wieviel Pünktchen pro mm gebubbelt werden, so gesteigert worden, dass wir mittlerweile gar keine Pünktchen mehr erkennen können. Des Weiteren geht die Druckmaschine von links nach rechts, Zeile für Zeile vor. Die Systematik dieser Maschine ist es also Farbe für Farbe zeilenweise von links nach rechts Pünktchen zu setzen, ein durchaus systemischer Vorgang, aber ziemlich langweilig.
Der Siebdrucker geht auch systemisch vor, in dem er ein Farbsystem einsetzt mit allerdings weit mehr Farben, es sei denn er soll ein Foto aufrastern – auch dann nimmt er sich „geeichte“ Prozessfarben und ein Sieb mit der richtigen Gitterweite und macht im Prinzip das selbe wie der Drucker nur nicht zeilen- sondern flächenweise. Also auch hier sehen wir System.
Wie sieht das aber jetzt in der freien Malerei aus – und das ist schon spannender. Verstelle ich mich als Maschine? Mitnichten, genau das Gegenteil. Es ist eher ein meditativer Vorgang und je flüssiger die Farbe, desto spannender. Mit angenehmen wiederholenden Bewegungen bringe ich eine Farbe auf und lasse dieser Flüssigkeit ihr Eigenleben. Ich kann in die noch nicht getrockneten Farbe eine weitere hinzufügen, die sich dann mehr, oder weniger mit der darunterliegenden vermischt. Auch dies mache ich in einer sich wiederholenden Bewegung. Dabei habe ich eine bestimmte Struktur vor meinem geistigen Auge, die, möglicherweise, von einer realen Struktur geistig extrahiert wurde, beispielsweise Dachziegel. Die hellsten Stellen der Dachziegel haben eine andere Struktur als ihre Schatten. So kann ich wiederholende Strukturen erkennen und daraus eine Bewegungsabfolge machen.
In der realen Umwelt gibt es unendlich viele solcher Strukturen. Denken Sie an eine Ananas, der Stamm einer Palme, das Muster eines Hochhauses, oder meinetwegen die Gerölllandschaft eines Steinbruchs, oder eben eine Parade. Dieses Bild ist eine Skizze, in der ich festgehalten habe, wie ich es machen kann.
Durch die wiederholende Struktur – und das ist eigentlich das schönste an dieser Art der Malerei, brauche ich auch gar nicht dauernd das Blatt, oder die Leinwand anzuschauen. Ich kann ganz im Inneren in mir ruhen und die Farbe aufbringen, genau fühlen, wie sich das Material aufbringen lässt. Ich achte dabei mehr auf die Geräusche, als das ich tatsächlich auf das Blatt schaue. Die Geräusche bilden ein wohltuendes Konzert. Der Pinsel, wie er mit schnellen Schüttelbewegungen im Wasserglas ausgewaschen wird und das Glas dabei klangvolle helle Laute abgibt,die sich mit dem Wassergeräusch vermischen, oder das sumpfig-pappige Geräusch, das Pinsel und dicke Ölfarbe von sich gibt, wenn man die Farbe von der Palette abnimmt und auf die Leinwand bringt.
Sobald dieser systemische Prozess fertig ist, die Farbe trocken, kann ich nun mit kleinen Hervorhebungen den Ausdruck formen. Das mache ich jedoch seltener um mir die Authentizität zu erhalten. Hier in der Schwadronskizze habe ich mich ausgelassen, aber eine sehr erbauliche Sache ist es, das so entstandene Bild zu „lesen“, den spannendsten Teil zu finden und ihn vom Rest zu trennen. Da bedarf es natürlich eines größeren Malgrundes, denn am Ende schneide ich einen Bereich aus. Der Rest – und das ist mir ganz wichtig – werfe ich weg, ich trenne mich restlos davon. Manche Bilder sind aber so rhytmisch und visuell „klangvoll“, dass ich mich kaum entscheiden kann. Es so zu lassen ist mir oft zu „laut“ und ich sehe in regelmäßigen Abständen wunderbare, in sich ruhende Werke. So ist es mir mit dem systemischen Bild Anas ergangen. Hier habe ich ein Trennungsgitter erzeugt und den ganzen Bogen in etwa gleichgroße Karten zerteilt.
Foto: Junge Mama, gefasstes Glück
Datum
Traumlandschaften
Junge Mama, gefasstes Glück, Frechen 1991, Kleinbildfoto
Es ist wie ein süßer Traum, so lieblich, den Blick nicht abwenden können, es gar nicht zu wollen. Alles tritt in den Hintergrund, die Hektik, alle Geräusche. Manchmal, wie ein zuckender Blitz, knallt die reale Umwelt durch, emsige Krankenschwestern, eine Ärztin, die ihre Bestecke nach einem Muster sortiert, metallische Klänge – doch nur für einen kurzen Augenblick. Dann füllt sich meine Welt sofort wieder mit den weichen Zügen meiner so tapferen, geliebten Frau. Ich höre sie atmen, mein ganzes Wesen ist im Bann dieses Momentes, ich höre sogar das kleine Babyherz pochen, so ein großes Glück.
Sie wissen schon, was gerade abgeht? Die Geburtenrate ist seit diesem C-Hoax eingebrochen wie nie zuvor. Dafür sind Fehlgeburten und Aborte gestiegen, wie noch nie zuvor. Das hat sicher nichts mit der Bespritzung zu tun, eher wohl etwas mit dem Klima – höre ich den Mainstream brabbeln. „Man schätzt, dass dreißig, vielleicht sogar bis zu vierzig Prozent aller Schwangerschaften in den ersten zwölf Wochen in einem Abort enden“, sagt Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte. So so, sagt er das. Nun ja, gegeben hat es das immer, aber dreißig, vielleicht sogar bis zu vierzig Prozent? Vielleicht aber auch fünfzig bis sechzig Prozent, vielleicht einfach nochmal würfeln. Na klar, gibt es eine Dunkelziffer, die man schlecht bewerten kann. Aber das soll ja auch niemand aus dem Berufsverband der Frauenärzte rumschätzen. Wir wollen erst mal nur die konkret registrierten Zahlen von verunglückten Schwangerschaften, ist doch nicht so schwer. Einfach konzentriert durchzählen und sich dabei nicht ablenken lassen. Denn wenn mir der Vorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte mit 30-40 Prozent kommt, klingt das in meinen Ohren nicht danach, dass der Verband mal gewissenhaft, konzentriert durchgezählt hätte. Es klingt eher wie ein Broker, der einem ein Aktienpacket andrehen möchte und über Gewinnaussichten säuselt. In die Zukunft schauen kann niemand, aber in die Vergangenheit schon.
Wenn wir eins gelernt haben sollten aus den letzten 2 Jahren, dann dass man auf dieses Geschwafel nichts geben kann. Es wäre ja ein leichtes im 3. Jahrtausend verlässliche Zahlen zu generieren. Aber weit gefehlt – nur da, wo es sich nun gar nicht mehr vermeiden lässt stechen sie schon mal durch, wie der Scheibenwischer eines Schlammkreuzers, der mal kurz die Sicht in die Realität frei gibt. Deshalb möchte ich allen jungen Paaren, die sich einigermaßen über ihr Geschlecht einig sind, sagen, habt den Mut und nehmt euch von dem Glück und hört nicht auf diese kinderlosen, in ihrer Pubertät stecken gebliebenen Schachteln!
„Ist doch supi“, piepsen die Olivgrünen, „wir brauchen keine Co2-Schleudern, weniger ist mehr.“ Für wen wohl kommt da am Ende mehr heraus?
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