FLAC: Metadaten aus MP3, Audio aus WAV
Datum
Problem
WAV-Dateien liefern hervorragenden Klangdruck, eignen sich jedoch kaum zur Verwaltung von Metadaten. Cover, Albumtitel oder Tracknummern lassen sich nur unzuverlässig speichern.
Lösung
FLAC verbindet verlustfreie Audioqualität mit vollständig integrierbaren Metadaten. Damit vereint es die klanglichen Vorteile von WAV mit der Ordnung von MP3.
Einfacher Weg (Windows & macOS)
Windows-Nutzer erreichen ihr Ziel am einfachsten mit MusicBrainz Picard. Das Programm ist kostenlos, grafisch und übernimmt Metadaten inklusive Cover automatisch.
Auf macOS kann man alternativ direkt im Terminal arbeiten – die standardmäßige zsh (Korn-Shell-Nachfolger) reicht dafür völlig aus. Um das Terminal zu öffnen, verwende Spotlight:
⌘ Command + Leertaste
Tippe Terminal und drücke Enter
Alternativ kannst du im Finder → Programme → Dienstprogramme → Terminal navigieren.
WAV verlustfrei nach FLAC
Zunächst einmal, wie einfach es ist mit dem Terminal zu arbeiten.
flac *.wav
Audio aus WAV, Metadaten aus MP3
Wir wollen aber nicht einfach nur in ein anderes Format konvergieren, sondern mit diesem Schritt auch alle Meta-Informationen und das Coverbild in dem flac-Format speichern
ffmpeg \
-i Dein_Musiktitel.mp3 \
-i Dein_Musiktitel.wav \
-map 1:a \
-map_metadata 0 \
-c:a flac \
Dein_Musiktitel.flac
– Audio stammt aus der WAV-Datei
– Metadaten und Cover stammen aus der MP3-Datei
– Ausgabeformat ist FLAC (verlustfrei)
Vollautomatisch (Albumweise)
MP3 und WAV liegen im selben Ordner und tragen denselben Dateinamen (z. B. 01 Titel.mp3 und 01 Titel.wav).
for f in *.wav; do
base="${f%.wav}"
ffmpeg \
-i "$base.mp3" \
-i "$base.wav" \
-map 1:a \
-map_metadata 0 \
-c:a flac \
"$base.flac"
done
- jede WAV-Datei wird verarbeitet
- gleichnamige MP3 liefert die Metadaten
- Ausgabe ist eine sauber getaggte FLAC-Datei
Fazit
FLAC ist das Format, das für Archiv, Performance und Eventbeschallung gleichermaßen funktioniert: druckvoll, sauber organisiert und zukunftssicher.







