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Die eigenen Gedanken

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Seelentext

Könnte ein Baum sich fragen wohin es wohl mit ihm geht? Eher nicht, ein Baum kann nicht gehen, wie sollte er auf die Idee kommen einen Weg zu gehen und irgendwo anzukommen? Es sind daher nur Gedanken eines Wesens, das die Möglichkeit besitzt sich fortbewegen zu können. Und auf einmal ist es nicht mehr nur der physische Körper, sondern gleich der ganze Geist, die eigenen Gedanken, die sich ständig auf neue Ziele zubewegen müssen und irgendwelchen Wegen folgen wollen. Eine verhängnivolle Verwechslung. Eine gezüchtete Verwechslung, denn nur dann kann Werbung, Weltbilder, Propaganda, Manipulation usw funktionieren, und es funktioniert wie jeder weiß, was ja auch die enormen jährlich steigenden Etats für genau diese Zwecke eindrucksvoll beweisen.

Der große Irrtum dem wir, jeder einzelne Mensch, *immer* wieder Gefahr laufen zu unterliegen, ist die Identifizierung der eigenen Seele mit den eigenen Gedanken.

Die eigenen Gedanken sind aber meist gar nicht eigen, sondern von äußeren Einflüssen hervorgerufen. Das soll auch so sein, damit der Mensch sich an Gegebenheiten fließend und analog anpassen kann. Gelingt das, entsteht Harmonie zwischen den Entitäten Kraft, Raum und Zeit, in diesem Zustand kann die Seele schwingen. Gelingt es auf längere Lebensphasen nicht, entstehen irgendwann chronische Sehnsüchte, hervorgerufen durch eine sich sehnende Seele.

Gerade im Kindesalter müssen solche disharmonischen Phasen gar nicht so lange sein um posttraumatische Störungen hervorzurufen. Dies kann zu einem starken Beweggrund werden sich ein Leben lang zu "Zielen" hinbewegen zu wollen. Es ist ein ständiges Hinterherlaufen der einstmalig verlorengegangenen natürlichen Harmonie, *immer* mit dem Gefühl verwoben, ihr näher zu kommen und doch wird sie nie erreicht. Sie kann so nicht mehr erreicht werden.
Manche hetzen größer, höher, weiter und sehen sich vorne, freuen sich pseudo, dass die anderen weiter hinten sind - was für ein Unsinn, andere machen Notstopp, Selbstmedikamentationen, Drogensucht, Süchte jeder Art, sehr viele kompensieren über viele kleine Traktierungen wie Rauchen, Kaffe, Sex, auch durch Dominanz und Demut und vieles andere mehr. Aus diesem Blickwinkel hat derjenige,

  • der *immer* "vorne" sein muß (Angst ins Hintertreffen zu geraten)genauso wie der,
  • der sich *nie* gerne festlegen möchte (Angst zum Ziel zu werden), oder der,
  • der *immer* was erleben muß (Angst etwas zu verpassen), oder der,
  • der *immer* in Gesellschaft sein will (Angst alleine dazustehen) usw.

nur kompensatorische Wesenszüge entwickelt, die trügerisch die eigene Seele in Sichtweite hält. Es sind dabei nicht etwa die einzelnen Beweggründe, sondern das automatisierende *"immer und immer wieder"*, was ins Leere laufen läßt.

Die Formel für gesundes Bewußtsein und Harmonie ist allerdings bekannt: Gedanken stoppen, Klappe halten, und Fasten verbunden mit viel Bewegung und kalt duschen.

Das passt jedoch nicht immer mit den pflichtigen Rollen unseres gesellschaftlichen Erwerbslebens und den Verantwortungsanforderungen gegenüber anderen Menschen überein, nicht nur gegenüber den eigenen Kindern. Dies in aller Gelassenheit zu akzeptieren, glücklich darüber sein zu dürfen was anderes kompensatorisches gefunden zu haben statt Heroin und all die anderen angebotenen Destruktionen, kann bereits ein hervorragendes "standing" verleihen, in der die eigene Seele wieder ihren Thron einnehmen wird. Den Körper und auch die vermeintlich eigenen Gedanken dürfen von hier aus getrost mal hierhin mal dorthin laufen, es ist ihr Wesen sich zu bewegen. Der Weg ist nunmal ihr Ziel.


 

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