Zeitliche Verortung


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Die Nibelungen werden in der bekanntesten Variation dieser Heldensage in die Zeit von Attila, dem Hunnenkönig, einem mongolischen Reitervolk, verortet. Es ist jedoch wichtig die enzyclopädische Universitätsmeinung so zu verstehen, dass diese Dichtung über die Jahrhunderte mündlich überlieferten Heldenlieder hinweg geschrieben wurde und den gesamten Zeitrahmen von der siegreichen Schlacht im Teutoburger Wald des Arminius gegen den römischen Feldherren Varius im 1. Jahrhundert über den Hunneneinfall in Mitteleuropa im 4. und 5. Jahrhundert und die dadurch ausgelöste Völkerwanderung bis zu den Pippinischen Königreichen der Franken 6. Jahrhundert zu einem Epos verschmelzen lassen und deshalb historische, wie auch geografische Bezüge und Fakten daraus nicht destilliert werden können. Neben der Universitätsmeinung gibt es profunde und anerkannte Wissenschaftler, die frühere Fassungen dieser Heldenlieder in Schriftform untersuchen konnten und denen es gelungen ist eine tatsächliche geografische Zuweisung der Handlungsabläufe festzustellen. Neben dem im 13. Jahrhundert erschienen Nibelungenlied gibt es andere Schriften, in denen sich die Gesamthandlung liest wie ein Polizeibericht und dem alles phantastische fehlt, keine Tarnkappe, auch kein unverletzlich machendes Drachenblut.

These: Menschen des 5. und 6. Jahrhunderts waren von der selben Art wie Menschen des 21. Jahrhundert. Es soll hier kein Geschichtswerk entstehen, sondern ein möglichst klarer Blick auf unsere mitteleuropäischen Wurzeln projeziert werden.

Um so bedeutender ist als erstes die zeitliche Verortung anzunehmen, ohne die wir sonst keinerlei soziale Beziehungsaussagen treffen können. Nehmen wir also an, dass es die Niflungen, wie sie in den alten Handschriften bezeichnet werden, tatsächlich gegeben hat, dann stoßen wir als bekanntesten Namen in der Geschichte auf Attila, der 453 starb. 452 war die berühmte Schlacht auf den Katalaunischen Feldern.
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Das erste, was mich überrascht hat, war, dass das Schlachtfeld bis heute nicht gefunden wurde und die katalaunischen Felder nur eine Annahme darstellen, die bisher nicht belegt werden konnte. Eine weitere Überraschung war, dass in all den Heldenliedern nie von Römern gesprochen wurde, sie tauchen einfach nirgends auf. Für diese Helden war die Römerzeit überhaupt kein Thema mehr. Ihre Geschichte müsste sich deshalb ca 2 Generationen nach dem Ende des römischen Reiches ereignet haben, das wäre etwa 550 – 630 n.Ch.

Tatsächlich findet sich ein großer germanischer Volksstamm mit dem Namen Hunen und deren Anführer, Ihr König, hieß Atla, Attala, Ata, Ati, je nachdem, wer über diesen König berichtete.

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