Niflungenzeit


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Hier sehen wir eine einfache Darstellung der historisch belegten Ereignisse im Zeitraum des 1. – 5. Jahrhunderts. Nach der im 13. Jahrhundert verfassten Nibelungensage hätte die ganze Geschichte zwischen 413 und 436 geschehen müssen. Wenn sich ein historischer Kern daraus destilieren läßt, gäbe es für diesen Zeitraum große Ungereimtheiten


1.JH
ROM
PROVINZ GERMANIA INFERIOR UND SUPERIOR
VARUSSCHLACHT (9) LIMES
2.JH
BLÜTE
KAISERZEIT
MARKOMANNENKRIEGE
3.JH
LIMES
BURGUNDEN FRANKEN ALAMANNEN VANDALEN
PLÜNDERUNGEN UND RAUBZÜGE
4.JH
VÖLKER-
WANDERUNG
HUNNEN AN DER DONAU
TEILUNG DER GOTEN
5.JH
RÜCKZUG ROMS
413 GRÜNDUNG BURGUNDERREICH
436 VERNICHTUNG DES BURGUNDERREICHS DURCH RÖMER UND HUNNEN
452 SCHLACHT KATALAUNISCHE FELDER, RÖMER BESIEGEN ATILLA



Die Römer waren längst aus Britannien abgezogen und der Limes war auch schon keine zusammenhängende Grenzlinie mehr. Bestimmt wurden stellenweise diese Befestigungen noch von reichen Familien zum Schutze ihrer Besitztümer vor selbsternannten Warlords und rumstreifenden arbeitsscheuen Abenteurern genutzt. Dennoch belegen überlieferte historische Fakten über die Schlacht gegen die Burgonden (436) die Römer als Machtfaktor an Rhein und Donau. Dies übrigends auch noch 20 Jahre später (452 Schlacht Katalaunische Felder). Wie hätte es denn hier eine Geschichte mit blutigen Kämpfen geben können, ohne auch nur ein einziges Mal auf diesen Machtfaktor hinzuweisen. Natürlich, schon lange zogen alemannische, gotische, burgundische und wie sie alle hießen Banden über Donau und Rhein, wann immer ihnen danach war. Nicht ohne Verluste, aber während sie im 4. Jahrhundert noch weitestgehend abgehalten werden konnten, gehörte der Einfall in römische Provinzen Anfang 5. Jahrhundert wahrscheinlich schon zu den Initialriten germanischer Halbwüchsiger. Warum soll das damals mit den Germanen denn anders gewesen sein als heutzutage, wie beispielsweise erster Mai im Rheinland, Frauen kaufen, Maibaum stellen, saufen, Maibaum vom Nachbarort klauen, prügeln, saufen, wo sind die Frauen hin?, wo ist unser Maibaum? jedes Jahr dasselbe. Die Kids von damals waren agiler, weil einfach weniger fett und hatten keine andere Ablenkung, aber in ihrer Birne ist sicher nicht ein Gedanke mehr, im Sinne von zusätzlich, durchgeflitscht als heute. Die wurden mit 12 Jahren ja schon volljährig und haben dann gemacht, was sie wollten, obwohl,so frei wird`s wohl dann doch nicht gewesen sein, ganz sicher hat sich immer noch ein Hooligantrupp gefunden und sich dieser Jungen angenommen.

Aus sozialarbeiterischer Sicht würde ich vermuten, dass die Frauen in dieser Zeit seelich am meisten gelitten haben. Kaum macht der Jung nicht mehr in die Hose, will er andere erschlagen und reich werden. Wie blöd es den meisten Frauen wohl vorgekommen sein mag, dass ihre versoffenen Stinkemänner diese zivilisierten Römer mit ihren ausgedehnten Märkten und Shoppingcentern vertrieben. Das ist natürlich nur eine Seite der Medaille. Es gab auch schon zu Anfang des 5. Jahrhunderts Gruselgeschichten über diese Hunnen und soweit man den wenigen schreibenden Historikern dieser Zeit vertrauen will, müssen die es wirklich komplett übertrieben haben. Alles was keine Augenfalte hatte und nicht nach Schaf stank hatte erstmal keine Lebensberechtigung, allerdings, nachdem sie sich ausgetobt hatten, konnte man mit ihnen schon noch ins Geschäft kommen, Schutzgelderpressung. Da ist es dann vielleicht doch ganz gut mit jemandem zusammenzusein, der auch beschützen kann, mögen sich viele Frauen ihre Beziehung schön geredet haben.

Was für eine Zeit, da war ja immer und überall nur Angst, zumindest sehe ich das so aus meiner Zeit heraus. Genau das spiegelt sich aber auch in den nordischen Sagen und dem Nibelungenlied. Ein einziges stechen, morden, vergiften. Es wird von allen möglichen Königen erzählt, die ihre eigene Politik betrieben. Wie soll das gehen in einem Machtgefüge zwischen Römern und Hunnen und gleichzeitig durchziehenden ostgermanischen Stämmen? Nein, ich bin davon überzeugt, dass, wenn es sich bei den Handschriften über die Niflungen tatsächlich um berichtsähnliche Dichtung handelt, diese in einer Zeit agierten, in der die Römer keine Rolle mehr spielten, Hunnen keine Schreckgespenster und die Goten schon durchgezogen waren, also deutlich nach der Schlacht in den Katalaunischen Feldern.

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