Klotzpor­traits


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Gibt es ein Leben nach dem Tod? Paradies?, Reinkarnation?, Odins Tafel?, oder einfach Licht aus? Und was heißt das für das Leben, ist es der Gegensatz zum Tod, oder ist der Tod nur eine Entität des Lebens. Ich weigere mich davor es andersherum zu denken. Also was ist das Leben, was macht es aus, woher kommt es? Heißt es nicht das Leben sei ein Geschenk? Für wen, von wem, für was? Das Leben wird gegeben und wieder genommen, es ist also eher eine Leihgabe als ein Geschenk und im Falle von Reinkarnation dann wohl so was wie ein Abonnement, eins von der Sorte, das nicht mehr abzubestellen ist, ähnlich dem des öffentlichrechtlichen Rundfunks. Ein Abbo kann durchaus ein Geschenk sein, eine Leihgabe hingegen nicht.

Franki 6/2017

Holzzztoc, niemand bleibt verschont, 2003



Die Klotzportraits stehen für ein neues Design in der figürlich darstellenden Arbeit von Frank Olsowski. Erstmalig ausgestellt im Artstore Köln Mülheim verdichten sich seine Themen zu einem Punkt, in dem Gewichtigkeit und Konzentration aus einem Wurf heraus entstehen, ähnlich seinen Kamera-in Filmen. Es ist ein Punch in den Bauch des Kunstmarktes, oder besser gesagt, soll es sein, denn getroffen wird der Kunstmarkt nicht, dafür ist das Artstore zu klein und die Kölner Kunstszene zu verliebt in sich selbst. Von alleine geht das nicht. Man wird hier nicht entdeckt. Es gibt verschiedene Methoden dem nicht-entdeckt-werden auszuweichen und Frank Olsowski ist sich darüber im klaren,



dass sein Weg sicher nicht der kampflos sichere und auch nicht der smarte sein kann. Dafür steckt in dem zurückhaltenden, geraden Mann zuviel kompromisslose Konsequenz, die man im Gespräch mit ihm so nicht vermuten würde. Im Schaffensprozess seiner Werke ist sie aber allgegenwärtig und wer sehen kann, der erfährt bei aller Filigranität seiner Arbeit, selbst in seinen anmutigsten und sensibelsten Werken, die Konsequenz eines Kriegers, die Transzendenz eines Schamanen und die Risikobereitschaft eines Schöpfers.

Zum ersten mal benutzte Frank Olsowski das Rohmaterial für die Herstellung von Umzugskartons, ein starkes, packpapierähnliches Rollenmaterial für die Produktion der entsprechenden Wellpappenstärken. Es wird in Bootsbau-Epoxydharz getränkt und vornehmlich mit hochwertigen Acryl-LACKEN und säurefesten Alkalidfarben, eine Art wasserbasierter Ölfarbe, bearbeitet.

Klotzportraits sind 4 Motive, die in einer Auflage von 24 Blättern per Siebdruck und Laserdrucker hergestellt wurden. Die ersten Blätter wurden noch mit einer Dispersionstränkung haltbar gemacht.

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