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Ideentheorien


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Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einer Vorlesung von Prof. Dr. Dominik Perler im Sommersemester 2008. Er wurde von mir über das Zufallsprinzip ausgewählt, davon ausgehend, dass jeder Artikel über Ideentheorien diese benennt, zum Teil mindestens auch beschreibt und mir so Anhaltspunkte und Quellen zum Thema liefert.

Objekttheorie: Eine Idee ist ein inneres Objekt, das der Geist erfasst und das ihm eine Erkenntnis der äußeren Welt ermöglicht. Hintergrundannahme: Ein inneres Objekt repräsentiert einen äußeren Gegenstand und ermöglicht daher einen epistemischen Zugang zur äußeren Welt.

[Wiktionary: epistemisch]
[1] Philosophie: auf die Epistemologie, die Erkenntnistheorie, bezogen
[2] auf die Erkenntnislage des Einzelnen mit seinem persönlichen Wissen in der aktuellen Situation bezogen
[3] Grammatik: Verwendungsart der Modalverben, die den Grad des Wissens, den der Sprecher zum Ausdruck bringen will, näher bezeichnet

Dreifache metaphysische Funktion der Ideen:

Schöpfungstheologie: Ideen sind die Vorlagen für alle Geschöpfe.

Modaltheorie: Ideen geben den Bereich des Möglichen vor und legen die Grenzen für das Unmögliche fest.

Kausaltheorie: Ideen ermöglichen eine Konkretisierung des kausalen Potentials Gottes.

Epistemologische Funktion der Ideen:

Als Erkenntnisprinzip (principium cognitionis) = Anfang des Wissens
ermöglichen Ideen eine Erkenntnis aller Geschöpfe, der möglichen ebenso wie der aktuellen.

Prägende Modelle der Ideentheorien:

Identitätsmodell:

Die Form wird durch das Wahrnehmungs- und das Vorstellungsvermögen vom materiellen Gegenstand in den Intellekt transferiert. Ist dieser Transfer abgeschlossen, ist die Form im Intellekt mit jener im Gegenstand identisch, sie existiert an den beiden Orten aber auf unterschiedliche Weise:
im Intellekt auf intelligible Weise,
im Gegenstand auf reale Weise.

Abbildmodell:

Auf der Grundlage der Wahrnehmung und der Vorstellung wird im Intellekt ein Abbild der Form hergestellt. Wenn der gesamte kognitive Prozess korrekt verläuft, passt das Abbild vollkommen auf die Form im Gegenstand, denn jedem Element im Abbild kann ein Element in der Form zugeordnet werden.

Objektmodell:

Auf der Grundlage der Wahrnehmung und der Vorstellung wird im Intellekt ein besonderes Objekt hergestellt, das eine intentionale Existenz hat und sowohl von der Form im materiellen Gegenstandals auch von den Akten des Intellekts verschieden ist. Es ist der primäre Gegenstand, auf den sich der Intellekt bezieht.

Zeichenmodell:

Auf der Grundlage der Wahrnehmung und der Vorstellung stellt der Intellekt ein Zeichen her, das sich auf den äußeren Gegenstand bezieht. Es hat eine sprachartige Struktur und ist daher ein mentaler Terminus, der mit anderen Termini zu mentalen Sätzen verknüpft werden kann. Alle mentalen Termini zusammen bilden eine mentale Sprache.

Ideen werden in einem ersten Sinn als körperliche Bilder im Gehirn bestimmt.
Ideen werden in einem zweiten Sinn als geistige Dispositionen oder Fähigkeiten bestimmt.
Ideen werden in einem dritten Sinn als aktuelle geistige Zustände mit einem Inhalt bestimmt.

Ideen in materialer und objektiver Hinsicht

Jede Idee richtet sich auf etwas und hat dadurch einen Inhalt. Dieser Inhalt ist die objektive Realität: ein Objekt, das in der Idee präsentiert wird. Wie kann ich sicher sein, dass jede Idee eine Ursache hat. Ich kann höchstens für viele Ideen feststellen,dass sie eine Ursache haben. Daraus kann ich aber nicht schließen, dass dies gleich für alle Ideen gilt (Induktionsproblem).

Descartes (Med. III; AT VII, 47)Aber nichts davon ist möglich. Denn erstens: Gesetzt, es sei wahr, dass meine Erkenntnis allmählich anwächst und dass vieles in mir potenziell vorhanden ist, das noch nicht aktuell ist, so betrifft doch nichts davon die Idee Gottes, in der nämlich überhaupt nichts potenziell ist; denn dieses selbst, das allmähliche Anwachsen, ist der sicherste Beweis der Unvollkommenheit.“

Idee im logischen Sinn

Begriff, der einem Gegenstand zugeordnet ist. Passt der Begriff vollständig auf den Gegenstand, ist die Idee wahr. Eine wahre Idee muss mit dem Gegenstand übereinstimmen, dessen Idee sie ist.

Wahrnehmungen als verstümmelte Ideen
Alle Ideen, die wir durch Wahrnehmung gewinnen, sind inadäquat. Sie beziehen sich nicht ausschließlich und vollständig auf einen äußeren Gegenstand, sondern primär auf den eigenen Körper und nur sekundäre auf den äußeren Gegenstand. Daher liefern sie nur eine verworrene Erkenntnis.

These: Wird der Geist „von außen“, d.h. durch körperliche Affektionen, bestimmt, hat er nur inadäquate Ideen. Wird er „von innen“ bestimmt, d.h. durch die Einsicht inbegriffliche Zusammenhänge, hat er adäquate Ideen.

Drei Stufen von Erkenntnis (vgl. IIp40s2)

1. Stufe: entweder aus Erfahrung von Einzeldingen oder aufgrund von Zeichen für Einzeldinge – bloße Meinung oder Vorstellung (nur inadäquate Ideen)
2. Stufe: aufgrund von Gemeinbegriffen und adäquaten Ideen der Eigenschaften von Dingen – Vernunft
3. Stufe: adäquate Erkenntnis des Wesens der Dinge –intuitive Erkenntnis

Die dritte Art von Erkenntnis ist nicht diskursiv.
[Wictionary: discursiv bedeutet
[1] gehoben: sich erörternd ergeben, sich in ausführlichen Diskussionen und Gesprächen entwickelnd
[2] Philosophie: sich folgernd ergeben, methodisch und logisch schlussfolgernd]

Man sieht „wie mit einem Blick“ das Wesen der Dinge. Dies setzt voraus, dass eine vollständige begriffliche Einsicht in das Wesen aller Dinge vorliegt. Ideen, Perzeptionen und Monaden.
Wikipedia=>Perzeption
Wikipedia=>Monade
Wikipedia=>Monadologie

Charakterisierung der Monaden (gemäß Monadologie):
Sie haben keine Teile und sind somit nicht teilbar (n. 1).
Sie haben weder Ausdehnung noch Figur (n. 3).
Sie können nur auf einen Schlag beginnen oder enden(n. 6).
Sie sind die Elemente sämtlicher Dinge (n. 3).
Sie sind in sich geschlossen, haben „keine Fenster“ (n.7).
Sie weisen Qualitäten auf und unterscheiden sich dadurch voneinander (n. 8).
Sie unterliegen der Veränderung (n. 10).

Quellen:

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